Scientific Documentation for Decisions - Synagoge Neunkirchen

Synagoge Neunkirchen

 

Kurzbeschreibung

 

Virtuelle Rekonstruktion der ehemaligen Synagoge Neunkirchen

 

Beschreibung

 

Die sich stetig vergrößernde jüdische Gemeinde in Neunkirchen fasste 1883 den Entschluss sich ein angemessenes Gotteshaus, eine Synagoge, zu erbauen. Der bis dahin genutzte Raum bei einem Wirt, dem „Brückl-Wirt“, war nicht mehr ausreichend. Daraufhin erwarb die jüdische Gemeinde im selben Jahr ein Grundstück in der Rohrbacher Straße und kurze Zeit später wurde bereits der erste Gottesdienst in der neuen Synagoge abgehalten. In den kalten Monaten musste die Messe an einem anderen Ort veranstaltet werden, da die Neunkirchner Synagoge nicht beheizbar war. Hierfür richteten sie sich einen Raum im Haus in der Peischinger Straße 7 im zweiten Stock ein. Im Jahr 1945 zerstörte man dieses Gebäude und somit auch den darin befindlichen Betraum. Wie viele andere auch wurde die Synagoge in der Rohrbacher Straße am 10. November 1938 in der Pogromnacht bei den gewalttägigen Übergriffen auf Juden verwüstet und geschändet und die Juden aus Neunkirchen vertrieben. Dies bedeutete das Ende der jüdischen Gemeinde in Neunkirchen. Die Nationalsozialisten beschlagnahmten anschließend die Synagoge und brachten darin jüdische Zwangsarbeiter unter. Aufgrund eines Befehls mussten die Arbeiter in der Synagoge ein Zwischengeschoss einziehen. Nachdem der Krieg vorüber war, funktionierte man die Synagoge ab 1945 um und machte daraus eine Lehrwerkstätte für Maurerlehrlinge einer Berufsschule. In weiterer Folge ermittelte man die IKG in Wien als Rechtsnachfolger der jüdischen Neunkirchner Gemeinde und die Synagoge fiel rückwirkend wieder in deren Besitz. Da die Synagoge jedoch nach dem Krieg und der Zweckentfremdung in einem sehr schlechten Zustand war und sie nicht restauriert wurde, folgte 1984 der Abriss. Einzig die Umgrenzungsmauern der Synagoge blieben zum Teil erhalten und ragen 2m in die Höhe. Dort, wo früher der Thoraschrein stand, befindet sich nun eine Gedenktafel. Eine weitere wurde an der Außenwand der ehemaligen Synagoge angebracht.

Projektdetails

Bauzeit: Baubeginn 1883
Projektstatus: Abgeschlossen
Projektstart: 08.10.2013
Projektende: 20.04.2015
 

Ansprechpartner

 

Bob Martens

 

Wissenschaftliche Beratung

 

Bob Martens

 

Institution

TU Wien

Straße: Karlsplatz
Postleitzahl: 1040
Stadt: Wien
Telefon: +4315880125050
Webseite: www.tuwien.ac.at
 

Bearbeitung

 

Clara ‭‬ Sell, Sabrina Seemann.

 

Auftraggeber/Kooperationspartner

 

 

Sponsor

 

 

Hardware/Software

 

Adobe Photoshop CS6, ArchiCAD 18, Artlantis Studio 5

 

Zusatzinformation

 

Ausgeführt zum Zwecke der Erlangung des akademischen Grades einer Diplom-Ingenieurin an der TU Wien von Sabrina Seemann.

 

Geokoordinaten

Längengrad: 16.075639°
Breitengrad: 47.726386°

Bereiche
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Varianten
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