Scientific Documentation for Decisions - Synagoge Holešov

Synagoge Holešov

 

Kurzbeschreibung

 

Nova Synagoga Holešov

 

Beschreibung

 

Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die jüdische Gemeinde in Holešov ihre Blütezeit, sowohl nanziell als auch die Zahl der Mitglieder betreffend. Anfang der 1890er Jahre wurde daher beschlossen, eine neue größere Synagoge zu errichten. Als Architekt wurde der aus Tschechien stammende Wiener Jakob Gartner bestimmt. Gartner stand zu dieser Zeit am Anfang seiner Karriere, hatte sich aber bereits einen Namen gemacht. Als Mitarbeiter im Büro Hugo von Wiedenfeld plante er die Synagoge in der Wiener Zirkusgasse und als selbstständiger Architekt errichtete er die Synagogen in Hlohovec und Trnava. Die Pläne des Architekten für die Nova Synagoga sahen eine freistehende zweigeschossige Halle in maurisch-orientalischem Stil vor. Die Ausrichtung erfolgte Richtung Westen. Das Rabbinerhaus wurde südlich des Gebäudes errichtet. Die Einweihung der Synagoge fand nach zwei Jahren Bauzeit im Jahr 1893 statt Am 24.7.1941 verübten die Nationalsozialisten mit Hilfe von tschechischen Kollaborateuren einen Brandanschlag auf die Synagoge. Das Eingreifen der Feuerwehr verhinderte größere Beschädigungen. Bei einem weiteren Anschlag in der Nacht vom 11. auf den 12. August 1941 war es der Feuerwehr untersagt einzugreifen. Diesmal brannte die Synagoge bis auf die Grundmauern nieder. Der Abriss der noch stehenden Ruinen erfolgte am 15.6.1942 und wurde vom dort ansässigen Antonin Reimer heimlich auf 8mm Film aufgenommen. Ein Teil der Einrichtung, die vom Brand verschont blieb, gelangte in ein bis dato unbekanntes Archiv in Prag. Der Rest wurde an die Bewohner der Stadt verkauft oder entsorgt. Mit einem interdisziplinären Projekt von Archäologen, Denkmalp egern und Geologen versuchte die Stadt im Jahr 2016 die zerstörte Synagoge wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rufen. Mittels Metallsonden und Bodenwiderstandsmessungen gelang es die vergrabenen Fundamente im Erdreich zu entdecken. Es war geplant eine niedrige Mauer entlang der ehemaligen Aussenmauern sowie einen Gedenkstein zu errichten. Soweit bekannt ist, wurde nur der Gedenkstein errichtet.

 

Projektdetails

Gebäudetyp: Synagoge
Anlage:
Bauzeit: 1891-1893
Projektstatus: Abgeschlossen
Projektstart: 01.05.2017
Projektende: 01.04.2018
 

Ansprechpartner

 

Bob Martens

 

Wissenschaftliche Beratung

 

Bob Martens

 

Institution

   

TU Wien

Straße: Karlsplatz
Postleitzahl: 1040
Stadt: Wien
Telefon: +4315880125050
Webseite: www.tuwien.ac.at
 

Bearbeitung

 

Alexander Kolaritsch, Bob Martens, Clara ‭‬ Sell, Herbert Peter.

 

Auftraggeber/Kooperationspartner

 

 

Sponsor

 

 

Hardware/Software

 

Modellierung: Mac Book Pro, 2,53 GHz Intel Core 2 Duo, 4 GB 1067 MHz DDR3, NVIDIA GeForce 9600M GT 512 MB Software: Graphisoft ArchiCAD 21, Rhinoceros 6 Rendering: Intel Core i7, 2,5GHz, 8 GB, NVIDIA GeForce GTX 860 M Software: Abvent Artlantis Studio 6.5

 

Zusatzinformation

 

Ausgeführt zum Zwecke der Erlangung des akademischen Grades eines Diplom-Ingenieurs an der TU Wien von Alexander Kolaritsch.

 

Geokoordinaten

Längengrad: 17.577570°
Breitengrad: 49.333332°

 
Bereiche
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Varianten
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Videos
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